Sofortmaßnahmen der EU-Kommission gegen die COVID-19-Virusvarianten: HERA Incubator

Die Europäische Kommission hat einen europäischen Bereitschaftsplan zur Vorsorge gegen biologische Gefahren im Zusammenhang mit COVID-19-Varianten vorgestellt, den sogenannten HERA Incubator. Dieser soll dazu beitragen, die Auswirkungen der neuen Virusvarianten einzudämmen.

Ziel ist die weltweite Zusammenarbeit von Forschung, Biotechnologieunternehmen, Herstellern und Behörden, um neue Varianten nachzuweisen, Anreize für die Entwicklung neuer und angepasster Impfstoffe zu schaffen, das Zulassungsverfahren für diese Impfstoffe zu beschleunigen und die Produktionskapazitäten auszubauen. Hierfür wurden EU-Mittel für verschiedene Aktivitäten bereitgestellt. 150 Mio. Euro stammen dabei aus den Rahmenprogrammen für Forschung und Innovation:

  • 30 Mio. Euro wurden zusätzlich für laufende Horizont-2020-Projekte zur Verfügung gestellt.
  • Es ist geplant, zeitnahe zusätzlich 120 Mio. Euro aus Horizont Europa für neue Maßnahmen zur Verfügung zu stellen, um auf die aktuellen Herausforderungen durch die Pandemie zu reagieren.

Zudem soll das Netzwerk VACCELERATE für klinische Prüfungen von COVID-19-Impfstoffen, das mit 12 Mio. Euro aus Horizont Europa gefördert wird, die Testung von Vakzinen erleichtern. An VACCELERATE, das vom Klinikum der Universität Köln koordiniert wird, sind Einrichtungen aus 16 EU-Mitgliedstaaten und fünf assoziierten Ländern beteiligt.

Die angekündigten Maßnahmen sollen auch ein Wegbereiter für die geplante EU-Behörde für die Krisenvorsorge und -reaktion bei gesundheitlichen Notlagen (HERA) sein.

Weitere Informationen finden Sie in der Mitteilung der Europäischen Kommission HERA Incubator: Anticipating together the threat of COVID-19 variants sowie der Pressemitteilung der Europäischen Kommission.