Aufbau von Horizont Europa

Programmstruktur von Horizont Europa © Bundesministerium für Bildung und Forschung

Die Struktur von Horizont Europa gliedert sich in drei Hauptpfeiler:

  • Wissenschaftsexzellenz
    Ziel ist die Stärkung und Erweiterung der Exzellenz der wissenschaftlichen Basis der Union. Diese Säule besteht aus den Programmteilen:
    • Europäischer Forschungsrat (ERC)
    • Marie-Sklodowska-Curie Maßnahmen
    • Forschungsinfrastrukturen
  • Globale Herausforderungen und europäische industrielle Wettbewerbsfähigkeit.
    Ziele dieses Programmteils sind die Unterstützung und Verbreitung von hochqualifiziertem Wissen, Technologien und nachhaltigen Lösungen, sowie die Stärkung der europäischen industriellen Wettbewerbsfähigkeit. Aber auch die Unterstützung und Umsetzung der EU Politik und Nachhaltigkeitsziele.
  • Innovatives Europa zur Förderung marktschaffender Durchbrüche und innovationsfreundlicher Ökosysteme. Diese Säule besteht aus den Programmteilen:
    • Europäischer Innovationsrat (EIC)
    • Europäische Innovationsökosysteme
    • Europäisches Innovations- und Technologieinstitut  (EIT)
  • Ein weiterer Programmteil ist „Erweiterung der Beteiligung und Stärkung des Europäischen Forschungsraums“, mit den Unterprogrammen „Ausweitung der Beteiligung und Teilen von Exzellenz“ und „Reformierung und Stärkung des EU-Forschungs- und Innovationssystems“

Förderung für die Lebenswissenschaften in Horizont Europa im Vergleich zu Horizont 2020

Quelle: Gemäß „Partial Agreement“ von Europäischem Rat und Parlament im April 2019

Eine strukturelle Veränderung zwischen Horizont 2020 und Horizont Europa ist, dass die themenspezifischen Programmteile "Führende Rolle bei grundlegenden und industriellen Technologien" (LEIT) und "Gesellschaftliche Herausforderungen" im Programmteil "Globale Herausforderungen und europäische industrielle Wettbewerbsfähigkeit" zusammengefasst wurden. Zudem wurde der thematische Zuschnitt geändert. So werden die bisherigen 13 Themenfelder in Horizont Europa zu 6 "Clustern". Weitere Änderung ist, dass es keinen eigenen Programmteil "Neue und künftige Technologien" (engl. Future and Emerging Technologies (FET)) mehr geben wird. Stattdessen wurden bereits jetzt der Programmteil FET Open und einige Teile von FET Proactive in den Europäischen Innovationsrat (engl. European Innovation Council, EIC) Accelerator integriert. Fördermöglichkeiten für lebenswissenschaftliche Projekte finden sich zudem in den themenoffenen Programmteilen.