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Lebenswissenschaften in anderen Programmbereichen des
7. Forschungsrahmenprogramms

Neben den Themen 1 und 2 findet man lebenswissenschaftliche Themen in nachfolgenden Bereichen des 7. Rahmenprogramms.

Spezifisches Programm Zusammenarbeit:

• Thema 3: Informations- und Kommunikationstechnologien
• Thema 4: Nanowissenschaften, Nanotechnologien, Werkstoffe und neue Produktionstechnologien
• Thema 5: Energie
• Thema 6: Umwelt
• Thema 8: Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften
• Thema 10: Sicherheit

Spezifisches Programm Ideen

Spezifisches Programm Menschen

Spezifisches Programm Kapazitäten:
• Forschungsinfrastrukturen
• Forschung zugunsten von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)
• Wissenschaft und Gesellschaft

Antragsteller/-innen in Grenzbereichen zu anderen Themen als Thema 1 und 2 empfehlen wir dringend die genaue Durchsicht des 7. Forschungsrahmenprogramms auf mögliche lebenswissenschaftliche Themen und Fragestellungen. Bei Unklarheiten bezüglich der korrekten Einordnung Ihres speziellen Projektes wenden Sie sich bitte an die jeweils zuständige Nationale Kontaktstelle.

Spezifisches Programm Zusammenarbeit

Die folgenden Beispiele aus den jeweiligen Arbeitsprogrammen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern sollen Ihnen eine Orientierung bieten.

Thema 3: Informations- und Kommunikationstechnologien

In vielen Bereichen dieses Themas finden sich Schwerpunkte („challenges“) bei denen lebenswissenschaftliche Expertise in Projekte eingebunden werden kann.

Beispiel/e aus dem aktuellen Arbeitsprogramm

  • ICT-2011.3.2 Smart components and smart systems integration
  • ICT-2011.5.1: Personal Health Systems (PHS)
  • ICT-2011.5.2 Virtual Physiological Human
  • ICT-2011.5.3 Patient Guidance Services (PGS), safety and healthcare record information reuse
  • ICT-2011.5.4 ICT for Ageing and Wellbeing
  • ICT-2011.5.5 ICT for smart and personalised inclusion
  • ICT-2011.6.2 ICT systems for energy efficiency
  • ICT-2011.6.3 ICT for efficient water resources management
    FoF-ICT-2011.7.1 Smart Factories: Energy-aware, agile manufacturing and customisation
  • ICT-2011 9.11: FET Proactive: Neuro-Bio-Inspired Systems (NBIS) 

Thema 4: Nanowissenschaften, Nanotechnologien, Werkstoffe und neue Produktionstechnologien

Auch in den Schwerpunktbereichen dieses Themas finden sich viele Möglichkeiten lebenswissenschaftliche Fragestellungen zu bearbeiten.

Beispiel/e aus dem aktuellen Arbeitsprogramm

  • NMP.2011.1.2-2 New targeted therapy using nanotechnology for transport of macromoleculs across biological barriers
  • NMP.2011.1.4-4 Nanotechnology based implantable and interfaceable devices
  • NMP.2011.2.2-2 Biomaterials for tissue engineering for age-related cancer and sensory organ diseases
  • NMP.2011.2.3-1 Advanced packaging materials from renewable biogenic resources
  • NMP.2011.3.4-1 Eco-efficient management of industrial water
  • FoF.NMP.2011-4 High-tech solutions in the production processes for customised green, safe and healthy consumer products

Thema 5: Energie

Gerade der Bereich der erneuerbaren Energien weist viele thematische Überschneidungen mit dem Thema 2 auf. Hier ist eine sorgfältige Abgrenzung unerlässlich – bitte nutzen Sie hierfür die bestehenden Beratungsangebote der zuständigen Nationalen Kontaktstellen.

Beispiel aus dem aktuellen Arbeitsprogramm
  • ENERGY.2011.3.7-1: Development of new or improved sustainable bio-energy carriers

Thema 6: Umwelt

Lebenswissenschaftliche Aspekte können integrale Bestandteile von Projekten des Themas Umwelt sein.

Aufgrund der Vielzahl von thematischen Überschneidungen, prüfen Sie bitte das Arbeitsprogramm, wenn der Umweltbereich für Sie relevant sein sollte.

Thema 7: Verkehr (einschließlich Luftfahrt)

Beispiel/e aus dem aktuellen Arbeitsprogramm

  • TPT.2011.1-2. Transport needs for an ageing society
  • SST.2011.5.2-1. Strengthening the European maritime transport sector Competitiveness

Thema 8: Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften

Dieses Thema bearbeitet zahlreiche Fragestellungen, die sowohl die Grundlagen wie auch Anwendungen im Bereich der Lebenswissenschaften haben können – z.B. Fragen zum Lebensstil, Lebensqualität – aber auch übergreifend zu den Politiken der Gemeinschaft.

Beispiel aus dem aktuellen Arbeitsprogramm

  • SSH.2011.2.1-1. Economic, social and political conditions for satisfying the world food needs

Thema 9: Weltraum

Beispiel aus dem aktuellen Arbeitsprogramm

  • SPA.2011.2.1-01 Exploitation of space science and exploration data

Thema 10: Sicherheit

Dieser neu ins Forschungsrahmenprogramm aufgenommene Themenbereich fokussiert eher auf „security“ als auf „safety“ Fragestellungen. Auch hier finden sich vielfältige Querbezüge zu den Lebenwissenschaften.

Beispiel/e aus dem aktuellen Arbeitsprogramm

  • SEC-2011.1.5-3 Development of improved forensic tools applied to radiological contaminations – Capability Project
  • SEC-2011.4.1-2 Psycho social support of Crisis Management – Capability Project
  • SEC-2011.5.4-1 Towards standardisation of CBRN detection and Identification


Spezifisches Programm Ideen (Ideas)
(Europäischer Forschungsrat/ERC)

Der ERC fördert aus der Wissenschaft initiierte Grundlagen- und Pionierforschung. Der Europäische Forschungsrat soll eine einzigartige Stellung innerhalb der europaweiten Forschungsförderorganisationen einnehmen und durch offenen, direkten Wettbewerb Spitzenleistungen in allen Forschungsbereichen ermöglichen. Die Forschungsförderung des ERC erfolgt nach dem „Bottom up“-Prinzip“ im Rahmen zweier Förderlinien und ist dabei für alle wissenschaftliche und technologische Fachbereiche offen:

• Bereitstellung von Fördermitteln für den wissenschaftlichen Nachwuchs (ERC
Starting Grants) beim Start in die wissenschaftliche Eigenständigkeit durch die
Gründung eines eigenen Forschungsteams oder –programms
• Bereitstellung von Fördermitteln für etablierte Forscher/innen (ERC Advanced
Investigator Grants) zur Unterstützung exzellenter Projekte

Die Auswahl der zu fördernden Projekte sowie die Begutachtung (peer review) erfolgt durch unabhängige Experten. Dabei entscheidet der ERC ausschließlich nach dem Kriterium der wissenschaftlichen Exzellenz. Hervorzuheben sind die beiden Aspekte der völlig freien Wahl der Forschungsthemen durch den Antragstellenden sowie die Förderung risikoreicher, interdisziplinärer Pionierforschung.

Spezifisches Programm Menschen
(Marie Curie-Maßnahmen)

Das Ziel des Spezifischen Programms „Menschen“ ist die quantitative und qualitative Stärkung des Humanpotentials in Forschung und Technologie in Europa. Durch die Förderung der Ausbildung und Laufbahnentwicklung sollen europäische Forscher ermutigt werden, in Europa zu bleiben, während gleichzeitig die besten Forscher weltweit durch Spitzenforschung und einzigartige Forschungsinfrastrukturen angezogen werden sollen. Innerhalb des Programms werden folgende Maßnahmen unterstützt:

• Erstausbildung von Forschern im Rahmen des Marie-Curie-Netzwerkes
• Lebenslanges Lernen und Laufbahnentwicklung durch Stipendien und
Kofinanzierungen auf regionaler, nationaler sowie internationaler Ebene
• Aufbau einer internationalen Dimension durch ein- und ausgehende Stipendien
für Nachwuchswissenschaftler/innnen aus Drittstaaten
• Umsetzung spezieller Maßnahmen zur Förderung eines echten europäischen
Arbeitsmarktes für Forscher/innen und zur Steigerung der öffentlichen
Wahrnehmung der Marie-Curie-Aktionen (z.B. durch Wissenschaftspreise)
• Indusrie und KMU-Beteiligung an allen Marie-Curie-Maßnahmen sowie die
langfristige Förderung der intersektoriellen Mobilität zwischen Industie, Lehre
und den KMU zur Vermehrung gemeinsamen Wissens

Spezifisches Programm Kapazitäten

Forschungsinfrastrukturen: Die Maßnahmen in diesem Bereich haben zum Ziel, zur Schaffung eines herausragenden Forschungsinfrastrukturnetzes in Europa beizutragen und seine optimale Nutzung auf europäischer Ebene zu fördern. Dies umfasst neben Maßnahmen zur Vernetzung, zur Verbesserung des Zugangs zu Infrastrukturen auch die Optimierung bereits bestehender sowie den Beitrag zur Errichtung neuer Infrastrukturen.
Das European Strategic Forum on Research Infrastructures (ESFRI) wurde 2002 gegründet, um die Ziele und Bedürfnisse im Bereich der Forschungsinfrastrukturen in Europa für die nächsten 10-20 Jahre zu identifizieren und entsprechende Empfehlungen für die Gründung neuer bzw. den wesentlichen Ausbau vorhandener Infrastrukturen zu geben. Hierzu wurden mittlerweile vier unabhängige Arbeitsgruppen eingerichtet. Die Lebenswissenschaften werden in der „Roadmap Working Group Biological and Medical Sciences (RWG BMS) abgedeckt, aber auch die Ende 2006 gegründete RWG Environment behandelt lebenswissenschaftliche Themenbereiche (z.B. Biodiversität). Die Empfehlungen dieser Gruppen fanden Eingang in die ersten Ausschreibungen im Rahmenprogramm (preparatory awards).

Forschung zugunsten von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU): Das Ziel ist die Stärkung der „Innovationskapazitäten“ von kleinen und mittleren Unternehmen in Europa und der Beitrag dieser Unternehmen zur Entwicklung neuer Produkte und Märkte. Mit den Maßnahmen "Forschung zu Gunsten von KMU" soll die Zusammenarbeit zwischen KMU und Forschungsorganisationen angeregt werden. Bei der Auswahl der Themen im 7.FRP gibt es keine wissenschaftlichen/technischen Vorgaben.

Wissenschaft in der Gesellschaft: Im Hinblick auf die Bildung einer effektiven und demokratischen wissens-basierten Gesellschaft wird in diesem Schwerpunktbereich das Ziel verfolgt, die harmonische Integration von wissenschaftlichen und technischen Unterfangen und der hierauf bezogener Forschungspolitiken in die Europäische Gesellschaft zu stimulieren.
In diesem Sektor sind unter anderem auf Ethik bezogene Fragestellungen fokussiert.


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