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Direkter Link zu den Lebenswissenschaftlichen Themenbereichen im 7. Forschungsrahmenprogramm der EU

 

Das 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union

Das 7. Forschungsrahmenprogramm stellt das Hauptinstrument der EU zur Förderung europäischer Forschung dar. Es hat erstmals eine Laufzeit von sieben Jahren (2007-2013) und deckt damit den gleichen Zeitrahmen wie die finanzielle Vorschau der EU ab. Im Vordergrund steht die Stärkung des europäischen Forschungsraumes (EFR oder ERA – European Research Area) durch die Bündelung europäischer Forschungsanstrengungen und -kapazitäten. Dabei ist das 7. RP eindeutig auf den Beschäftigungsbedarf und die Wettbewerbsfähigkeit Europas ausgerichtet. Das Ziel ist, die EU weltweit in der Spitzenforschung zu halten oder zu etablieren. Die relevanten Dokumente finden Sie auf den Webseiten des CORDIS-Dienstes der EU: http://cordis.europa.eu/fp7/find-doc_en.html.

 

Umgesetzt wird das RP7 durch sieben Spezifische Programme, in denen die Maßnahmen und Ziele der europäischen Forschungsförderung näher definiert werden:

Zusammenarbeit – Verbundforschung (Cooperation)

Im Spezifischen Programm „Zusammenarbeit“ wird Forschungsförderung für internationale Kooperationsprojekte innerhalb und auch außerhalb der EU geleistet. Mit rund 32 Mrd. Euro verfügt das Spezifische Programm „Zusammenarbeit“ über das größte Budget innerhalb des RP7. Das Programm soll zum Fortschritt von Wissen und Technologie beitragen und ist in zehn prioritäre Themenbereiche gegliedert:

  1. Gesundheit
  2. Lebensmittel, Landwirtschaft und Fischerei, und Biotechnologie
  3. Informations- und Kommunikationstechnologien
  4. Nanowissenschaften, Nanotechnologien, Werkstoffe und neue Produktionstechnologien
  5. Energie
  6. Umwelt (einschließlich Klimaänderung)
  7. Verkehr (einschließlich Luftfahrt)
  8. Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften
  9. Weltraum
  10. Sicherheit

weitere Informationen zum Spezifischen Programm "Zusammenarbeit" finden Sie auf den Webseiten des CORDIS-Dienstes der EU:
http://cordis.europa.eu/fp7/cooperation/home_en.html


Ideen (Ideas)

Die Durchführung des Spezifischen Programmes „Ideen“ obliegt dem neu gegründeten Europäischen Forschungsrat (EFR oder ERC – European Research Council). Mit einem Budget von 7.51 Mrd. Euro fördert er aus der Wissenschaft initiierte Grundlagen- und Pionierforschung. Der Europäische Forschungsrat soll eine einzigartige Stellung innerhalb der europaweiten Forschungsförderorganisationen einnehmen und durch offenen, direkten Wettbewerb Spitzenleistungen in allen Forschungsbereichen ermöglichen. Die Forschungsförderung des ERC erfolgt nach dem „Bottom up“-Prinzip“ im Rahmen zweier Förderlinien und ist dabei für alle wissenschaftliche und technologische Fachbereiche offen:

• Bereitstellung von Fördermitteln für den wissenschaftlichen Nachwuchs (ERC
   Starting Grants) beim Start in die wissenschaftliche Eigenständigkeit durch die
   Gründung eines eigenen Forschungsteams oder –programms
• Bereitstellung von Fördermitteln für etablierte Forscher/innen (ERC Advanced
   Investigator Grants) zur Unterstützung exzellenter Projekte

Die Auswahl der zu fördernden Projekte sowie die Begutachtung (peer review) erfolgt durch unabhängige Experten. Dabei entscheidet der ERC ausschließlich nach dem Kriterium der wissenschaftlichen Exzellenz. Hervorzuheben sind die beiden Aspekte der völlig freien Wahl der Forschungsthemen durch den Antragstellenden sowie die Förderung risikoreicher, interdisziplinärer Pionierforschung.

weitere Informationen zum Spezifischen Programm "Ideen" finden Sie auf den Webseiten des CORDIS-Dienstes der EU:
http://cordis.europa.eu/fp7/ideas/home_en.html


Menschen (People)

Das Ziel des Spezifischen Programms „Menschen“ ist die quantitative und qualitative Stärkung des Humanpotentials in Forschung und Technologie in Europa. Durch die Förderung der Ausbildung und Laufbahnentwicklung sollen europäische Forscher ermutigt werden, in Europa zu bleiben, während gleichzeitig die besten Forscher weltweit durch Spitzenforschung und einzigartige Forschungsinfrastrukturen angezogen werden sollen. Innerhalb des Programms „Menschen“, das über ein Budget von 4.75 Mrd. Euro verfügt, werden folgende Maßnahmen unterstützt:

• Erstausbildung von Forschern im Rahmen des Marie-Curie-Netzwerkes
• Lebenslanges Lernen und Laufbahnentwicklung durch Stipendien und
   Kofinanzierungen auf regionaler, nationaler sowie internationaler Ebene
• Aufbau einer internationalen Dimension durch ein- und ausgehende Stipendien
   für Nachwuchswissenschaftler/innnen aus Drittstaaten
• Umsetzung spezieller Maßnahmen zur Förderung eines echten europäischen
   Arbeitsmarktes für Forscher/innen und zur Steigerung der öffentlichen
   Wahrnehmung der Marie-Curie-Aktionen (z.B. durch Wissenschaftspreise)
• Indusrie und KMU-Beteiligung an allen Marie-Curie-Maßnahmen sowie die
   langfristige Förderung der intersektoriellen Mobilität zwischen Industie, Lehre
   und den KMU zur Vermehrung gemeinsamen Wissens

weitere Informationen zum Spezifischen Programm "Menschen" finden Sie auf den Webseiten des CORDIS-Dienstes der EU:
http://cordis.europa.eu/fp7/people/home_en.html


Kapazitäten (Capacities)

Das Spezifische Programm „Kapazitäten“ hat das Ziel die europäischen Forschungs- und Innovationskapazitäten zu stärken, insbesondere durch die Nutzung und Entwicklung von Forschungseinrichtungen sowie die Unterstützung von KMU. Das Programm „Kapazitäten“ hat ein Budget von 4.2 Mrd. Euro und wird über sieben Themengebiete implementiert:

• Forschungsinfrastrukturen
• Forschung zu Gunsten von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)
• Wissensorientierte Regionen
• Forschungspotential von Konvergenzregionen
• Wissenschaft in der Gesellschaft
• Kohärente Entwicklung forschungspolitischer Konzepte
• Maßnahmen der internationalen Zusammenarbeit

weitere Informationen zum Spezifischen Programm "Kapazitäten" finden Sie auf den Webseiten des CORDIS-Dienstes der EU:
http://cordis.europa.eu/fp7/capacities/home_en.html


EURATOM – Förderung der europäischen Nuklearforschung

Das Spezifische Programm „Forschungs- und Ausbildungsmaßnahmen im Nuklearbereich für die Bereiche Fusionsenergie, Kernspaltung und Strahlenschutz“ hat ein Budget von 2.7 Mrd. Euro und dient der Unterstützung von Forschungs- und Ausbildungsmaßnahmen auf dem Gebiet der Kernenergie.

• Die Fusionsforschung soll die Entwicklung einer Technologie, die eine sichere,
   nachhaltige, umweltverträgliche und wirtschaftliche Energiegewinnung
   gewährleistet, vorantreiben (Bau, FuE zur Vorbereitung der Betriebsphase des
   ITER)
• Die Forschung in den Bereichen Kernspaltung und Strahlenschutz hat das Ziel,
   die sichere Nutzung der Kernspaltung und weitere Anwendungsfelder der
   Radioaktivität in Industrie und Medizin zu fördern.

weitere Informationen zum Spezifischen Programm "EURATOM" finden Sie auf den Webseiten des CORDIS-Dienstes der EU:
http://cordis.europa.eu/fp7/euratom/home_en.html


Gemeinsame Forschungsstelle, nicht nuklear
(Joint Research Centre – JRC)

Über dieses spezifische Programm erfolgt die institutionelle Förderung der Forschungsinstitute der EU. Die GFS ist eine Generaldirektion der Europäischen Kommission und besteht aus sieben Forschungsinstituten in fünf EU-Mitgliedstaaten (Belgien, Deutschland, Italien, die Niederlande und Spanien). Sie beschäftigt ca. 2700 Mitarbeiter und verfügt über ein Budget von 1.75 Mrd. Euro. Ihre Hauptfunktion besteht in der auftraggeberorientierten, wissenschaftlichen und technologischen Unterstützung bei der Konzipierung, Entwicklung, Durchführung und Überwachung der Politiken der Gemeinschaft.

weitere Informationen zum Spezifischen Programm der "Gemeinsamen Forschungsstelle" finden Sie auf den Webseiten des CORDIS-Dienstes der EU:
http://cordis.europa.eu/fp7/jrc/home_en.html


Gemeinsame Forschungsstelle, nuklear
(Joint Research Centre – JRC)

Im Bereich EURATOM verfügt die GFS über ein Budget von 0.517 Mrd. Euro und behandelt die Themenbereiche

• Entsorgung nuklearer Abfälle und Umweltauswirkungen
• Kerntechnische Sicherheit
• Sicherheitsüberwachung

weitere Informationen zum Spezifischen Programm der "Gemeinsamen Forschungsstelle" finden Sie auf den Webseiten des CORDIS-Dienstes der EU:
http://cordis.europa.eu/fp7/jrc/home_en.html

 

Lebenswissenschaftliche Themenbereiche im
7. Forschungsrahmenprogramm der EU

Im 7. FRP ergibt sich angesichts der Bündelung höchst verschiedener Forschungsbereiche in einem einzigen spezifischen Programm "Zusammenarbeit" (von der Gesundheit bis zum Weltraum) eine querschnittsartige Verteilung lebenswissenschaftlicher Inhalte über das gesamte spezifische Programm hinweg.
Die Lebenswissenschaften sind insbesondere im Thema 1 Gesundheit und Thema 2 Ernährung, Landwirtschaft und Fischerei, und Biotechnologie angesiedelt. Für beide Themen gibt es jeweils 3 Förderschwerpunkte (Säulen). Dies sind im

Thema 1 Gesundheit

  1. Biotechnologie, generische Instrumente und Technologien für die menschliche Gesundheit
  2. Forschung zur Übertragung grundlegender Erkenntnisse in den Dienst der menschlichen Gesundheit
  3. Optimierung der Gesundheitsfürsorge für die europäischen Bürger

Thema 2 Lebensmittel, Landwirtschaft und Fischerei, und Biotechnologie

  1. Nachhaltige Erzeugung und Bewirtschaftung der biologischen Ressourcen aus Böden, Wäldern und der aquatischen Umwelt
  2. „Vom Tisch bis zum Bauernhof“: Lebensmittel, Gesundheit und Wohlergehen
  3. Biowissenschaften und Biotechnologie im Dienste nachhaltiger Non-Food-Erzeugnisse und Verfahren

Einen Überblick über lebenswissenschaftliche Bereiche außerhalb dieser beiden Themen ist zusammengefasst unter Lebenswissenschaften in anderen Bereiche.

Ansprechpartner/innen der Nationalen Kontaktstellen der Bundesregierung

Weitere Informationen zum 7. FRP finden Sie unter http://cordis.europa.eu/fp7/
home_en.html

http://www.forschungs
rahmenprogramm.de/

 

  

 

 

 

 

 

 

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