Die Gemeinsame Programmplanung ist ein strategisches Konzept der EU und der Mitgliedstaaten zur Bewältigung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen. Es handelt sich um einen durch die Mitgliedstaaten (und assoziierten Staaten) getriebenen Prozess, in dessen Verlauf zunächst ein Vorschlag für den Rat vorbereitet wird. Die Teilnahme an den Initiativen der Gemeinsamen Programmplanung ist für die Staaten freiwillig. Die beteiligten Staaten verständigen sich untereinander bezüglich ihrer wissenschaftlich-thematischen und strategischen Ziele sowie zur Managementstruktur, Forschungsagenda, Umsetzung usw.. Die Planung wird dem Wettbewerbsrat vorgelegt, der darüber entscheidet, welche Initiativen gestartet werden sollen. Mit der Ratszustimmung können die Initiativen - oft mit etwas finanzieller Unterstützung durch die Europäische Kommission - ihre Planungen und Maßnahmen weiter vorantreiben.
Ein Pilot der Gemeinsamen Programmplanung wurde bereits in 2009 zu den neurodegenerativen Erkrankungen (Joint Programme - Neurodegenerative Disease Research (JPND)) gestartet. In einer "Ersten Welle" folgten 2010 drei weitere JPIs (s.u.). Jetzt hat der Wettbewerbsrat fünf weitere JPIs auf den Weg gebracht. In dieser "Zweiten Welle" finden sich zwei JPIs mit Bezug zu den Lebenswissenschaften:
Bereits laufende JPIs mit Bezug zu den Lebenswissenschaften sind:
Links mit weiteren Informationen finden Sie unter:
- Pressemitteilung aus dem Europäischen Rat (Binnenmarkt, Industrie und Forschung)
- Forschungsbrief der KOWI: http://www.kowi.de/Portaldata/2/Resources/publikationen/2011-Forschungsbrief_13-Joint-Programming.pdf